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Du bist schön!

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Wann hast du das letzte Mal in den Spiegel geschaut und dir selbst gesagt, dass du schön bist? Ohne dass wir uns kennen würde ich dir unterstellen, dass das eine ganze Weile her ist und sicherlich nicht oft vorkommt. Mir geht es zumindest so. Wenn ich aber daran denke, wie oft ich etwas an mir auszusetzen habe, muss ich wahrscheinlich nicht mal einige Stunden zurück denken. Egal ob es darum geht zu dick, zu dünn, zu groß oder zu klein zu sein, egal ob einem seine eigene Nase nicht gefällt oder man eigentlich ja doch gerne blond wär: ständig streben wir nach Selbstoptimierung.

Und die Anderen erst. Mein Mitbewohner der ständig das Radio in der Küche auf einen anderen Sender stellt oder meine eine Freundin, die viel zu laut lacht. Sind es nicht die eigenen Fehler, finden wir immer noch genügend an Anderen.

Auch in diesem Jahr findet die Fastenaktion der evangelischen Kirche „7 Wochen Ohne“ statt. Das Motto: „Du bist schön! Sieben Wochen ohne Runtermachen“. Dabei geht es nicht, wie so oft beim Fasten um den klassischen Verzicht auf Schokolade oder Zigaretten. Es geht darum, in der Fastenzeit immer wieder inne zu halten und das eigene Denken und Handeln zu hinterfragen. Es geht um Selbstliebe – Du bist schön!- und es geht um Nächstenliebe – ohne Runtermachen. Abseits von Perfektion auch die Schönheit in den Kleinigkeiten entdecken.

Die evangelische Kirche lädt dazu ein, die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern bewusst zu erleben und zu gestalten. Daher finden sich auf der Homepage www.siebenwochenohne.de weitere Informationen mit Hinweisen auf  Fastengruppen, Anregungen zur Gemeindearbeit, Filmtipps uvm. Vielleicht ist ja auch etwas für die nächste Gruppenstunde dabei.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

Antoine de Saint-Exupery

Christina Deike für den AK Religionspädagogik

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Ökumenischer Kreuzweg der Jugend

Mit dem Aschermittwoch am 18. Februar ist die Karnevalszeit vorbei und die Passionszeit beginnt. Manche von euch werden diese Zeit durch die Fastenaktion „7 Wochen Ohne“ bewusst mal anders gestalten.

Wir möchten euch heute den Ökumenischen Kreuzweg der Jugend vorstellen. Ein Kreuzweg hat in der Regel 14 Stationen. Die Stationen stellen in Bildern den Leidensweg Jesu dar, von seiner Gefangennahme im Garten Getsemani bis zum Tod am Kreuz. Man kann den Kreuzweg alleine oder in einer Gruppe beten. Anlass kann die Karwoche oder die Fastenzeit sein, aber auch besondere Anlässe über das Jahr.

Der Jugendkreuzweg besteht aus sieben Stationen. Diese werden jedes Jahr neu in Bild und Wort gestaltet. Dieses Jahr steht der Kreuzweg unter dem Wort „Im Fokus. Das Kreuz.“ Die Fotos zeigen Bilder vom Kreuzweg im niedersächsischen Dom zu Bücken (Stiftskirche St. Materniani et St. Nicolai). Zu jeder Station gehört ein Bild und entsprechender Text mit Liedvorschlägen. Einen Eindruck könnt ihr auf der Homepage www.jugendkreuzweg-online.de gewinnen. Auf der Website gibt es nicht nur Material und Ideen zum diesjährigen Jugendkreuzweg, sondern auch zu denen aus den letzten Jahren. Es gibt vielfältige Möglichkeiten den Kreuzweg zu nutzen.

Die biblischen Überlieferungen rund um das Passionsgeschehen sind von einer besonderen Dramatik und bieten sich an, um in der Gruppenstunde über die Verhaltensweisen von bestimmten Akteuren (Judas, Petrus, Thomas, Simon von Kyrene, Maria) ins Gespräch zu kommen oder menschliche Strukturen und Systemen genauer zu betrachten (z.B. Verhalten der Volksmassen bei Verurteilung und Folter, gruppendynamische Prozesse im Jüngerkreis Jesu). Hier ein paar Anregungen:

  • Petrus –> Angst: Verleugnung Jesu durch Petrus (Mt 26,69ff)
  • Thomas –> Zweifel: zweifelt an Auferstehungsberichten (Joh 20,24ff)
  • Menschenmassen bei Verurteilung Jesu -> Beeinflussung der Meinungsbildung, Manipulation (Mt, 27,10; Lk 23,18)

Ihr könnt die einzelnen Stationen des Kreuzwegs auch als Andacht oder Bausteine für eine Andacht für die Gruppenstunde nutzen. Oder ihr bietet den Kreuzweg für eine Gruppe oder euren gesamten Stamm an, z.B. so wie er ursprünglich gedacht ist – zum „Abschreiten“ der Passion Jesu. Hier könnt ihr natürlich auch mit eurer Kirchengemeinde zusammen kommen. Wie wär’s, den Kreuzweg mit oder für die Konfirmanden zu gestalten? Oder es als Angebot für die gesamte Gemeinde zu organisieren?

Für welches Format ihr euch auch immer entscheidet, auf der Homepage findet ihr hilfreiches Material zur Vorbereitung: eine Checkliste für die Vorbereitung, Tipps zur Gestaltung, Presseinfos und andere Medien und Fotos.

Anna Biedermann für den AK Religionspädagogik

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Friedenslicht 2014

Das Plakat zum Friedenslicht 2014

Das Plakat zum Friedenslicht 2014

Das Friedenslicht in diesem Jahr steht unter dem Motto: “Friede sei mit dir – Shalom – Salam“. Auf der Homepage des Friedenslichtes kann man nachlesen, dass die Aktion damit den Schwerpunkt auf den interreligiösen Dialog setzt.

Shalom – Salam – Friede sei mit dir. Wie in jedem Jahr wird Friede gepredigt. Und ich frage mich, wo ist dieser Frieden von dem wir von Jahr zu Jahr sprechen? Was hat sich geändert seit dem letzten Jahr? Was haben WIR, was habe ICH seit dem letzten Jahr geändert? Bald ist Weihnachten, dann Silvester und dann gehen wir mit einen Haufen Vorsätzen ins neue Jahr, von denen wir schon heute wissen, dass wir sie nicht erfüllen werden. Morgen fange ich an. Dann werde ich fleißiger sein, mehr für die Schule oder Arbeit tun. Dann werde ich mehr Sport machen und mich sowieso gesund ernähren. Steht auf der Liste dann auch, dass ich die Welt verändern und neue Wege finden werde?

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Unterwegs zur Krippe

Foto: Anna M. Biedermann

Foto: Anna M. Biedermann

Die Adventszeit hat begonnen – bis Weihnachten sind es nur noch wenige Wochen. Viele von euch werden mit Vorbereitungen fürs Friedenslicht, Adventsfreizeiten oder Weihnachtsfeiern zu tun haben. Die meisten kennen sicher eine „Waldweihnacht“. Aber ich vermute, nur wenige werden schon mal von einer „Hirtenwanderung“ gehört haben. Deshalb möchte ich euch die Hirtenwanderung vorstellen. Eine Hirtenwanderung macht die Weihnachtsgeschichte erlebbar. Vielleicht habt ihr ja Lust, die Hirtenwanderung in dieser Adventszeit auszuprobieren?

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Erntedank

Anfang Oktober war ich im Erntedank-Gottesdienst in meiner Heimatgemeinde. Die Kirche war reich geschmückt mit verschiedenen Gaben: Blumen, Garten- und Feldfrüchte, Marmelade und Honig um mal ein paar Gaben aufzuzählen. Hier ein paar Eindrücke von der Vielfalt.

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Der Schlüssel

Vor einer Weile fand ich diesen Schlüssel auf der Straße. Er lag mitten auf dem Gehweg. Ich habe ihn aufgehoben und mir angeguckt. Vielleicht gehört er zu der gegenüberliegenden Brache, die seit einiger Zeit renoviert wird. Vielleicht gehört er zu einer knarksigen, hölzernen Tür hinter der sich Geheimnisse verbergen. Vielleicht hat ihn jemand verloren oder sogar weggeworfen.

Ich frage mich, wo er herkommt, dieser Schlüssel. Wofür er einmal gut war. Und jetzt? Jetzt ist es ein Schlüssel in meiner Hand. Was kann er über mich sagen?

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Die Jahreslosung – Glück

Foto: angieconscious /pixelio.de

Foto: angieconscious /pixelio.de


Ob ich einen Text über die Jahreslosung schreiben könnte, fragt mich der AK RelPäd. Klar, sag ich, und lese erstmal nach, wie die in diesem Jahr heißt: „Gott nahe zu sein ist mein Glück.“ Hm, keine leichte Aufgabe.

Ich taste mich langsam ran, lese nach – über das Glück:

Fast 60 Prozent der Menschen in Deutschland sind mit ihrem Leben sehr zufrieden, nur knapp fünf Prozent sind nach einer Umfrage der ARD unglücklich. Menschen unter 30 sind glücklicher als der Durchschnitt, Frauen aller Altersgruppen etwas mehr als Männer. Der „Glücksatlas“ zeigt: Das Glück wohnt im Norden. Menschen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen sind glücklicher als im Rest Deutschlands. Im Europavergleich liegt Deutschland im Glücksranking auf Platz 8.

Was macht uns glücklich? Verliebt sein? Ein tolles Lager? Gute Noten? Ein fröhlicher Abend mit Freunden? Eine Lohnerhöhung? Ein Sieg im Fußball?

Wenn ich glücklich bin, kommt etwas in mir ins Schwingen, ich fühle mich lebendig, am richtigen Platz, gut aufgehoben. Wenn ich die Dinge mache, die mich glücklich machen, mich mit den Menschen umgeben, die mir gut tun, dann bin ich mit dem Wesentlichen in Berührung. Ich glaube, in unseren glücklichsten Momenten sind wir Gott ganz nah. Sowieso. Ohne was dafür tun zu müssen. Ob wir’s glauben oder nicht.

Katrin Rehfuss für den AK RelPäd

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Worte zur Adventszeit

Manchmal erzählen meine Großeltern von früher. Meine Oma zum Beispiel, wie sie einmal von der Gärtnerei, in der sie gearbeitet hat, auf dem Heimweg ist. Plötzlich sind Flugzeuge über ihr. Menschen rennen und rufen ihr zu, sie solle nach Hause laufen. In der Ferne gehen Bomben runter. Und Krieg wird zu ihrer Realität.

Der zweite Weltkrieg ist eine Weile her, fester Bestandteil des Geschichtsunterrichts, aber was Krieg bedeutet wissen wir nicht — zum Glück. Doch das was Teil unserer Geschichte ist, Krieg, das ist die Gegenwart von Menschen.

In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, die in diesem Jahr seit 65 Jahren besteht, geht es um das „Recht auf Frieden“, das Motto des diesjährigen Friedenslicht aus Bethlehem.

Es ist Advent. Eine Zeit, in der wir hektisch durch Geschäfte rotieren, genervt von der Menschenmenge. Stress. Viele bunte Lichter. Geschenke. Eine Zeit, in der weiterhin Krieg das Leben von vielen Menschen bestimmt. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte beginnt in der Präambel mit der „Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller […] Menschen [als] die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt […].“ Was diese Worte wohl für die Menschen in Syrien bedeuten?

Hunderttausend Tote. Millionen auf der Flucht. Und wir reden von Frieden. Wie weit weg Syrien doch ist. Und doch so nah. Sind Fragen der Flüchtlingspolitik und Integrationsdebatten nicht auch für uns Thema? Weltfrieden. Wie schön wäre es, gäbe es diesen Weltfrieden. Zeigt uns doch die Geschichte Krieg, Gewalt und Zerstörung. Wie kann ich da noch an Frieden glauben, oder sollte ich mich genau deswegen für Frieden einsetzen?

Frieden. Desto öfter ich es sage, umso seltsamer klingt es für mich. Weihnachten soll bekanntlich die Zeit sein, in der Frieden einkehrt. Am Heiligen Abend — kehrt da Frieden bei uns ein? Was brauchen wir eigentlich für unseren eigenen Frieden? Familie, Freunde, den Partner? Und wie viel Frieden gebe ich anderen Menschen?

Advent sollte nicht nur eine Zeit sein, in der wir zwischen Plätzchen backen und Geschenke-Shopping wechseln. Es braucht Zeit für Momente der Stille. Momente, in denen wir erkennen, was wir haben. Frieden beginnt bei uns. In unserem Handeln und Tun, in unseren Gedanken. In unserer Verantwortung anderen Menschen gegenüber und gegenüber uns selbst. Frieden, das ist erst mal nur ein Wort. Und Frieden zu leben, dafür gibt es keine Betriebsanleitung. Das können wir nur im Miteinander entdecken.

Eine friedliche Weihnachtszeit!

Christina (AK RelPäd)

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Unterwegs

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Unterwegs

“On the trail, on the trail again.

On the trail, on the trail again,

unterwegs, endlich wieder einmal unterwegs,

on the trail, on the trail again.

Wo die Fische noch leben, noch Lachs und Hecht,

wo das Wasser noch sauber und klar,

wo die Tränen noch ehrlich, das Lachen noch echt,

da zieht’s mich hin in jedem Jahr.“

Dieses Lied habe ich vor Ewigkeiten in meiner Jugendkreiszeit gelernt. Vor oder auf unserer ersten gemeinsamen Wanderung, so ganz genau weiß ich das schon nicht mehr, denn das ist mehr als 20 Jahre her.  Aber seitdem hat mich das Lied niemals ganz verlassen.

Unterwegs sein. Auf Fahrt gehen. Das bedeutet jeden Tag woanders sein, woanders schlafen.  Viel sehen, viel erleben, sich Natur, Umwelt und den Menschen auf dem Weg aussetzen, auch sich auf viel einlassen. Aus dem Alltag aufbrechen, auf Zeit loslassen, auf Sicherheiten und Kontrolle verzichten. Indem man sich nur mit dem, was man tragen kann, zu Fuß auf den Weg macht, vollzieht der Wanderer gewissermaßen einen Weltenwechsel. Wann nimmt man sich im Alltag schon die Zeit, einen Weg statt mit dem Auto oder Fahrrad zu Fuß zurückzulegen?

Aus dem Alltag losgelöst eröffnen sich neue Freiräume. Man verzichtet auf gewohnten Luxus und Konsum und kann so erfahren, was der Mensch wirklich braucht und was überflüssiger Ballast ist. Viele erleben, dass sich beim Laufen die Gedanken ordnen. Man denkt darüber nach, was gerade im eigenen Leben so los ist oder wie es weitergehen soll. Und man entdeckt beim Gehen ein Gefühl  für die eigene Stärke und Ausdauer, stößt auch mal an seine Grenzen und lernt durchzuhalten, auch wenn der Weg mühsam wird.

So unterwegs zu sein, fordert uns besonders vielseitig - emotional, geistig und körperlich. Das führt dazu, dass alle unsere Sinne und unser Geist geschärfter sind. So konzentriert man sich besonders auf den Moment. Solche intensiven Erfahrungen sind uns im Vergleich zum Alltag umso fremder - und damit umso wertvoller. Und vielleicht ist es gerade diese Sehnsucht nach Echtheit und Ehrlichkeit, die uns immer wieder aufbrechen lässt.

„Wo die Herzen und Türen noch offen stehn

für den Wandrer und nicht für sein Geld,

wo dich lachende Augen freundlich ansehn,

da zieht’s mich hin auf dieser Welt.”

 

Liedtext von Rainer Haak;

Refrain, erste und letzte Strophe

 

 

Anna Biedermann (AK RelPäd)

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Wem Gott will rechte Gunst erweisen, …

Wem Gott will rechte Gunst erweisen, Den schickt er in die weite Welt,
Dem will er seine Wunder weisen, In Berg und Wald und Strom und Feld.

Ferien-Bild

Vielleicht kennt der ein oder andere dieses alte Gedicht von Joseph von Eichendorff aus dem Deutsch-Unterricht. Wenn dem so ist, mag wohl kaum einer gerade daran denken, denn die Sommerferien in Niedersachsen sind gestartet. Das bedeutet für jeden etwas anderes.

Auf manche wartet der Strandurlaub in südlichen Regionen, manche zieht es in die Berge und andere werden zu Hause ihre Auszeit genießen.

Für viele bedeuten Ferien, der Alltagshektik für eine Weile entfliehen zu können. Ferien geben uns zudem auch die Möglichkeit, etwas Neues zu wagen. Vielleicht ein neuer Wanderweg, ein neues Urlaubsziel? Neue Menschen treffen, alte Freunde wiedersehen? Ferien ermöglichen uns, sich Zeit für die Dinge zu nehmen, die sonst oft zu kurz kommen. So geben sie uns Anlass und die Zeit, die weite Welt mit ihren vielen kleinen und großen Wundern zu entdecken — “in Berg und Wald und Strom und Feld”.

Als Pfadfinder und Pfadfinderinnen zieht es uns raus in die Natur. Dort können wir spüren, was das Leben uns alles zu bieten hat. Wir können Kraft tanken für die kommende Zeit und die Schnelllebigkeit unseres Alltags.

Ich wünsche euch, dass die kommende Zeit eine der Erholsamkeit ist, in der ihr Kraft und Energie findet, und dass es eine Zeit sein mag, in der ihr das Wunder der Schöpfung erlebt!

von Christina Deike (Ak RelPäd)